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Die Geschichte des HOUSE Teil 2 - Die 80er Jahre

erschienen am 25. April 2009 - 07:56 Uhr in Know How

Nachdem am Dienstag unsere neue Serie gestartet ist, geht es weiter mit der Geschichte des HOUSE. Diesmal werden wir die Entwicklung in den 80er Jahren etwas näher erläutern.

Verschiedene House Richtungen

Wie schon im letzten Artikel zu diesem Thema beschrieben, wurde die Entstehung maßgeblich durch die Chicagoer Clubs geprägt. Chicago House wurde immer populärer und begeisterte ein immer größer werdendes Publikum. Man begann auch die Musik immer weiter zu variieren und so entwickelten sich neuen Richtungen wie Acid-, Garage- oder Deep House.

Acid House ist dadurch gekennzeichnet, dass er recht minimalistisch ist. Die Tracks sind meist gesangslos und leben von der Variation des Rhythmus und des sogenannten Acid-Sounds in Intensität und Aufbau. Acid-Sound lässt sich durch Blubber- oder Zwitschergeräuche heraushören. Bis auf ein kurzes Aufleben in England konnte sich diese Stilrichtung aber nicht durchsetzen.

Garage House entwickelte sich vor allem in New York. DJ Larry Levan muss hier als Wegbereiter genannt werden mit seinem Club “Paradise Garage”. Diesem Club verdankt die Stilrichtung auch ihrem Namen und zeichnet sich vor allem durch hörbare Discoeinflüsse aus. Discomusik war zu dieser Zeit verbraucht und keiner wollte diese Musik mehr hören. Doch durch das Aufkommen des Chicago House und das Ersetzen des klassischen Disco-Orchesters durch Synthesizer erlebte sie eine Renaissance. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass Garage House zunächst auch als Disco House bezeichnet wurde.

Deep House entwickelte sich 1986 als Gegenbewegung zum Garage House. Kennzeichnend für diese Musikrichtung sind die hypnotischen Grooves und Souleinflüsse. Die Beats sind zudem etwas langsamer und Deep House ist auch heute noch in einer weiterentwickelten Form anzutreffen. Aufgrund dieser vielen einzelnen Richtungen sprach man Ende der 80er Jahre bald nur noch von Housemusik als Sammelbegriff.

Die Entwicklung geht weiter

Parallel zum House entwickelte sich ebenfalls eine neue Richtung, und zwar die des sogenannten Detroit Techno. Dieser Sound wurde maßgeblich von europäischen Gruppen wie Kraftwerk oder Yello beeinflusst. Als Gründerväter dieser Richtung sind Juan Atkins, Derrick May und Kevin Saunderson zu nennen. Die Musik orientiert mehreren Stilrichtungen wie Electro-Funk oder House und soll den damaligen Zerfall Detroits in der Wirtschaftskrise widerspiegeln. Detroit Techno gilt als Vorreiter des Techno der 90er Jahre. Auch viele Detroit Techno Tracks hatten in Chicago Erfolg, wurden dort aber als Acid House bezeichnet. Beide Richtungen haben sich stark beeinflusst und wären wohl ohne einander kaum denkbar und sind zum Teil einander ähnlich. Dennoch meinte Derrick May:

“Es ist ein Unterschied des Respekts. House hat sein Herz immer noch im Disco der 70er Jahre, das wir nicht für die Vergangenheit haben. Wir machen Zukunftsmusik und haben eine stärkere Neigung zum Experiment.”

1981 gründeten sich in Europa Depeche Mode, die sich damals am Stil des Kraftwerk Albums “Die-Mensch-Maschine” orientierten. Kraftwerk hingegen hatten sich schon weiterentwickelt und veröffentlichten ihr Album “Computerwelt”, welches als Vorreiter der Musikrichtungen Electro und Techno gilt. Man sollte wissen, dass dieses Electro nicht das heutige Electro ist. Ebenso wenig das genannte Techno. Das damalige Electro stammt aus der Afro-Amerikanischen Szene und enthielt in der Anfangszeit auch Rap-Elemente, wodurch es in den USA sogar zum Hip-Hop gezählt wird. Mehr dazu dann in den folgenden Beiträgen.

Hier noch ein paar ausgewählte Tracks zu den Genres


Phuture - Acid Tracks (1987) ACID HOUSE


Frankie Knuckles - Your Love (1987) CHICAGO HOUSE


Joe Smooth feat. Anthony Thomas - Promised Land (1987) DEEP HOUSE


Touch - Without You (1987) GARAGE HOUSE


Model 500 (Juan Atkins) - Night Drive (1987) DETROIT TECHNO


Herbie Hancock - Future Shock (1983) ELECTRO

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Autor: Olbi
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10 Kommentare zu "Die Geschichte des HOUSE Teil 2 - Die 80er Jahre"

  1. gescom

    25. April 2009

    20:55 Uhr

    1

    alles sehr geile Tracks! sollte man schon kennen. night Drive geht immer noch richtig gut ab.
    Diesen ganzen David gueta mist wirds bald nicht mehr geben, ist alles nur so ein Hype. Die Szene die sich aber an alten House,Electro, Techno sach orientiert wirds weiterhin geben.

    Vielleicht ist das bsp. mir Herbie Hankock aber auch nicht sehr gelungen... besser wäre rock it oder Afrika Bambaata - planet rock. Wenn man das überhaupt Electro nennen soll... ist wohl eher Breakbeat bzw. musik zum Breakdance( muss man immer vorsichtig mit den begriffen sein ;) )die bedient sich aus vielen Genres Techno,HipHop oder Funk... das ist Heute wie damals egal.
    Vielleicht sehen dann manche hörer ein das minimal kein “electro” ist. übrigens hab auch noch kein electro hier gehört... obwohl die seite “house2electro” heißt :D

  2. Olbi

    26. April 2009

    12:18 Uhr

    2

    Also meiner Meinung nach ist David Guetta überhaupt kein Mist. Die Lieder klingen einfach geil.
    Zum Thema Electro. Es ist schwer reinen Electro zufinden, da es meist ein Mix aus mehreren Genres ist. Am meisten ist halt Electro House zufinden. Außerdem ist es oft so, wenn man bei mehreren Shops nach den neuen Scheiben guckt, werden die wieder bei anderen in ein anderes Genre eingeordnet. Zu Electro kann man recht viel sagen. Vielleicht schreib ich noch einen Artikel dazu. Hatte es im nächsten Artikel zu dieser Reihe etwas angeschnitten, aber da gibt es halt noch mehr dazu. Es ist sehr vielseitig und viele verstehen dann wieder etwas anderes unter der Bezeichnung.
    Minimal ist dann auch wieder sehr schwierig, aber eines ist ganz klar, wie du schon sichergestellt hast: Minimal ist kein Electro ;)

  3. Olbi

    26. April 2009

    12:49 Uhr

    3

    Hier noch ein kleines Beispiel, was ich gerade gefunden hab:
    http://www.youtube.com/watch?v=I280cxs2jvA
    Der Track stammt von Juan Atkins, welcher ja bekanntlich zum Detroit Techno gehört. Hier wird er aber z.B. als Electro eingeordnet:
    http://www.discogs.com/release/17859

    Auch in den Kommentaren des Youtube-Videos sieht man wie sich darüber gestritten wird welches Genre es nun ist.
    Also ich hab mich dazu entschieden doch einen ganzen Artikel zu diesem Thema zu schreiben. Wird aber ein Weilchen dauern, bis dieser erscheint. Dazu muss man recht viel lesen und auch mehrere Quellen. Ich werd dann auch mal ein paar Zitate von anderen Seiten einbringen. Weil so viel Mist, der auf manchen Seiten steht, hab ich lange nicht gelesen^^

  4. gescom

    26. April 2009

    16:56 Uhr

    4

    Ja das ist auch nicht sehr einfach. Begriffe für elektronische Musik sind oft regional Abhängig.
    Es gibt sehr viele Beispiele aus dem Detroit Techno die man zu Electro zählen kann ( oder sogar IDM , abtract electronic music etc. etc. ). Das kommt daher das Detroit Techno sich nicht an einem bestimmten Stil festmachen lässt, wie 4/4 takt oder ähnliches, sondern wohl eher an der Idee, die die Macher damals hatte.
    Das ist jetzt aber auch nur der Versuch einer Erklärung ;)

    Aber weiterhin wünsche ich dir viel Spaß bei deinen Nachforschungen. Vieles ensteht nun mal im Underground bevor es die große Masse zu hören kriegt, daher ist die ganze Entwicklung sehr schwer nachvollziehbar.

  5. Philipp

    26. April 2009

    17:17 Uhr

    5

    @ gescom

    Es scheint so zu sein, dass du einer der älteren Garde bist :) Aber David Guetta ist kein Hype. Ich wüsste nicht wie du darauf schließt. Er ist jetzt schon Jahre lang einer der besten DJ’s der Welt.

    Du sagst immer, dass die “alten Tracks” geil sind. Ich kann die Meinung nicht teilen. Der Stil ist schon noch ein ganzes Stück vom heutigen entfernt. Aber diese älteren Titel sind eben die Vorreiter, und ohne diese würde es wohl nicht die heutigen geben.

    Und die Einteilung in ein bestimmtes Genre ist echt schwierig :)

  6. gescom

    26. April 2009

    20:30 Uhr

    6

    Nein bin gar nicht alt.
    Ja hab auch gehört das Gueta live sehr gut sein soll, hab ihn aber nie live gesehn. Mit Hype meine ich das so 2004/2005 diese ganzen House sachen in Deutschland sehr populär geworden sind, bigcitybeats, diskoboys und viele andere. Ich kann mich ganz genau erinnern Clubs die das Image hatten elektronische Musik zu spielen wurden immer voller, aber die Auswahl an Musik wurde leider nicht besser sondern es wurde immer das Selbe gespielt; electro House. Die Party wurde dadurch leider nicht besser.
    Inzwischen sehe ich in den selben Clubs wieder das gegenteil passieren. Es wird wieder mehr Techno, und Eletro sachen gespielt und die Party-Menge zieht weiter.
    Übrigens war das ende der 90er genau das selbe mit dem TechnoTrance... finde mir mal ausserhalb einer DorfDisco einen Club der sowas noch spielt.

    Natürlich gehe ich gerne Feiern und klar auch zu Gueta. Aber wenn du jedes wochende das selbe 08/15 set hörst wirds auch schnell langweilig.

  7. gescom

    30. April 2009

    13:46 Uhr

    7

    mir ist da noch was geiles zu 80ern electro eingefallen

    Text

    Schaut mal ganz genau hin wer das ist :D

  8. Philipp

    30. April 2009

    14:30 Uhr

    8

    Also das Lied ist ja scheußlich! Wenn das ein Club spielen würde, dann würde er pleite gehen, weile die Leute abhauen!

  9. DJ Ridu

    30. April 2009

    15:34 Uhr

    9

    haha, der guude laune papa

  10. 10

    [...] Die Geschichte des HOUSE Teil 2 - Die 80er Jahre [...]

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